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Nach 30 Jahren Krieg schien in Eritrea alles möglich zu sein

 

Die große Chance zum Neustart

Der Fotograf Andreas J. Focke ist ein Reisender, der die Komfortzone gerne daheim lässt. Je weiter weg vom Gewohnten, desto besser. So lag es für ihn nahe, nach dem Ende von 30 Jahren Krieg zwischen dem kleinen Eritrea und dem übermächtigen Äthiopien, als einer der ersten Journalisten hinzureisen und die Aufbruchsstimmung in faszinierenden Bildern festzuhalten. In eigenleben.jetzt gibt er uns einen ersten Einblick – mehr wird folgen.

Autor und Fotograf:
Andreas J. Focke


Dabei sein

Fotografieren Sie gerne und gut? Haben Sie ein Thema, das sich durch Ihre Aufnahmen zieht? Möchten Sie gerne Ihre Arbeit veröffentlichen? Mailen Sie uns ein paar Beispiele, unsere Bildredaktion gibt Ihnen gerne ihre Einschätzung.

»Neuanfänge und Aufbruchssituationen üben eine besondere Faszination auf mich aus, insbesondere, wenn es um Länder geht, denen sich nach einer langen Phase von Krieg, Diktatur, Bürgerkrieg, Unterdrückung oder anderen Bedrängnissen plötzlich die Chance zum Neubeginn bietet, in denen die Menschen kollektiv durchatmen, Luft holen, wo man die Hoffnung auf eine unmittelbar bevorstehende, bessere Zukunft mit Händen greifen kann, wo sich nach oft vielen Jahren dumpfen Leidens und Kämpfens, in denen es nur ums Überleben ging, auf einmal Fröhlichkeit, Mut und Wille zur Veränderung Bahn brechen. Neustart und Stunde Null.

Zum ersten Mal wurde mir diese Faszination richtig bewusst, als 1991 der 30 Jahre währende Krieg um Unabhängigkeit, den die eritreischen Befreiungsbewegungen ELF und EPLF zusammen mit äthiopischen Widerstandsgruppierungen gegen die Besatzungsmacht Äthiopien führten, mit einem militärischen Sieg der Eritreer endete. Zwei Jahre später kam es zu einem Referendum, in dem 99,8 % für die Unabhängigkeit Eritreas stimmten und am 24. Mai 1993 wurde die Unabhängigkeit proklamiert.

Ich wollte mir ein Bild machen von diesem Land, das keiner kannte

Ich hatte zu jener Zeit einen eritreischen Freund, der in München lebte, und mit dem ich viel über seine Heimat und die Entwicklung dort sprach. Aus diesen Gesprächen und der intensiven Beschäftigung mit Eritrea entwickelte sich sehr schnell der Wunsch, mir selbst ein Bild der Situation und von diesem damals in Europa weitgehend unbekannten Land zu machen. Über ein Land, dessen Wahrnehmung in den reichen Regionen der Welt von Katastrophenbildern – Hungerbäuchen, verdurstendem Vieh – und Kriegsberichterstattung geprägt war, gab es natürlich keine Reiseführer, kaum brauchbares Material, um eine Reise vorzubereiten, wie ich sie mir vorstellte: das Land kreuz und quer mit offenen Augen, Ohren und der Kamera in der Hand zu erkunden. Da ich Fotograf bin lag die Idee nahe, aus dieser Reise auch eine verkaufbare Geschichte zu machen; in den Reisemagazinen gab es bis dahin kaum Berichte, man konnte das Land ohne unmittelbare Gefahr für Leib und Leben bereisen – der Plan nahm bald Gestalt an.

Vibrierende Atmosphäre im Flieger nach Asmara

Bereits neun Monate nach der Unabhängigkeitserklärung, Ende Februar 1994 saß ich im Flieger nach Asmara, der Hauptstadt Eritreas. An Bord herrschte eine unbeschreibliche Stimmung, eine Mischung aus Anspannung, Vorfreude, die Atmosphäre vibrierte – praktisch alle Mitreisenden waren Eritreer, die nach langen Jahren des Exils in Europa und den USA eine erste Visite in die alte und nun endlich friedliche Heimat wagten. Die meisten hatten ihre Angehörigen seit vielen Jahren, manche seit Jahrzehnten nicht gesehen. Ein junger Mann, der neben mir saß, und mit dem ich mich in der Folge anfreundete, war als Kind nach Deutschland in Sicherheit gebracht worden, bei Pflegeeltern aufgewachsen, und kehrte nun als Erwachsener zurück, um seine leiblichen Eltern zu besuchen, die er vor zwanzig Jahren zum letzten Mal gesehen hatte. Kein Einzelschicksal; damals lebten rund 30 Prozent der Eritreer als Flüchtlinge und Vertriebene im Ausland.

 

[Fortsetzung folgt]

 

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